Meister der Lüttjen Lage

Kein Schützenfest ohne Hannovers "Nationalgetränk". Beim Trinken der "Lüttje Lage" benötigt man eine gewisse Fingerfertigkeit. Die hannoversche Spezialität besteht aus einem Schnapsglas Korn und einem kleinen Glas Lüttje Lagen Bier. 
Das kleine Bierglas wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und das Schnapsglas wird zwischen den Zeige- und den Mittelfinger geklemmt. Nun setzt man zum Trinken an, so dass Korn und Bier zusammen in den Mund fließen. Die große Kunst besteht darin, nichts zu verschütten.



Hier seht Ihr meinen Vater zum Schützenfest 1976, wie er sogar drei Gläser Korn und ein Bier auf einmal tropfenfrei trinkt. Das sieht aus wie eine Kaskade und deshalb hatte er das dann auch so genannt. Ein Fotograf der World Society Press stand zufällig in seiner Nähe und hatte ein Foto geschossen, das dann weltweit durch die Presse ging. Er musste das dann in den Festzelten immer wieder vorführen und füllte seine Schnapsgläser dann allerdings nur noch mit Wasser.



Geburtstagsreise zum Geburtsort

Gestern hatte mein Vater seinen 84. Geburtstag und wir haben einen kleinen Abstecher in das schöne Weserbergland gemacht. Zunächst aßen wir zu Mittag in der Brauerei Felsenkeller in Lauenau am Deister und tranken dazu ein leckeres Rupp Bräu.


Dann fuhren wir durch die Rattenfängerstadt Hameln, in der mein Vater seine Jugend verbracht hat, bis nach Emmerthal. In Emmern stehen meine Eltern vor dem Geburtshaus meines Vaters der sich an Erlebnisse in seiner Kindheit erinnerte.

Das kleine Flüsschen Emmer, ein Nebenfluss der Weser,  war früher Spiel- und Badeplatz von meinem Vater.


 Das Wehr an der ehemaligen Hefefabrik von Emmern wurde natürlich mittlerweile neu gebaut.

Und dieses Verkehrsschild stand vor 84 Jahren natürlich auch noch nicht. Es hat Spaß gemacht gemeinsam mit meinen Eltern in der Geschichte zurück zu reisen.


Fast schon ein Herbsttag

Gestern sind wir bei schon fast herbstlichen Temperaturen um den Altwarmbüchener See gelaufen. Der 45,5 Hektar große Altwarmbüchener See entstand in den 80er Jahren im Zuge des Ausbaus der sogenannten "Moorautobahn". Der See hat die Ausmaße von 1.500 m Länge und einer max. Breite von 450 m. Die Tiefe beträgt 7–12 m.



Er stellt den Kern eines 150 ha großen Naherholungsgebietes am Rande des Altwarmbüchener Moores dar, einem ehemals etwa 15 km² großen Hochmoor. Zu dreiviertel liegt der See auf dem Stadtgebiet der bauplanenden und ausführenden Stadt Hannover und mit dem nördlichen Viertel auf dem Gebiet der Gemeinde Isernhagen.


Wir waren auch schon herbstlich gekleidet, wehte doch ein recht kühler Wind. Ein schönes Wetter für Segler und die Gänse, die nicht durch Badegäste gestört wurden.



Wenn ich so über den See schaue, muss ich immer an unsere Finnland Urlaube denken und ich finde es einfach toll, einen so schönen See in nur 7,4 Km Entfernung von zu Hause zu haben.


Der grundwasserdurchströmte See liegt umgeben von Wäldern, Wiesen nördlich der Rekultivierungsfläche der Deponie Lahe. Der See ist von Fischen kaum besiedelt, da sein Wasser stark eisenhaltig ist und einem sauren Moorsee ähnelt.