Fast schon ein Herbsttag

Gestern sind wir bei schon fast herbstlichen Temperaturen um den Altwarmbüchener See gelaufen. Der 45,5 Hektar große Altwarmbüchener See entstand in den 80er Jahren im Zuge des Ausbaus der sogenannten "Moorautobahn". Der See hat die Ausmaße von 1.500 m Länge und einer max. Breite von 450 m. Die Tiefe beträgt 7–12 m.



Er stellt den Kern eines 150 ha großen Naherholungsgebietes am Rande des Altwarmbüchener Moores dar, einem ehemals etwa 15 km² großen Hochmoor. Zu dreiviertel liegt der See auf dem Stadtgebiet der bauplanenden und ausführenden Stadt Hannover und mit dem nördlichen Viertel auf dem Gebiet der Gemeinde Isernhagen.


Wir waren auch schon herbstlich gekleidet, wehte doch ein recht kühler Wind. Ein schönes Wetter für Segler und die Gänse, die nicht durch Badegäste gestört wurden.



Wenn ich so über den See schaue, muss ich immer an unsere Finnland Urlaube denken und ich finde es einfach toll, einen so schönen See in nur 7,4 Km Entfernung von zu Hause zu haben.


Der grundwasserdurchströmte See liegt umgeben von Wäldern, Wiesen nördlich der Rekultivierungsfläche der Deponie Lahe. Der See ist von Fischen kaum besiedelt, da sein Wasser stark eisenhaltig ist und einem sauren Moorsee ähnelt.




Stinkende Blüte

Gestern Abend kam meine Frau noch auf die Idee zum Berggarten zu fahren und die 1,90 Meter hohe blühende Titanenwurz Pflanze anzuschauen. Die Titanenwurz oder Titanwurz (Amorphophallus titanum) ist eine auf Sumatra heimische Pflanzenart, die zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) gehört. Sie bringt den größten unverzweigten Blütenstand im Pflanzenreich hervor.


Die bis 2 Meter hohe Blume sondert einen an den Urwald angepassten Aasgeruch ab und lockt damit Kurzflügler und Aaskäfer an, die für ihre Bestäubung sorgen. Der Blütenstand einer Titanenwurz zeigt sich zum ersten Mal in der Geschichte Herrenhausens. Das Naturschauspiel dauert nur zwei Tage, im Laufe des nächsten Tages wird die Blüte wohl schon zu welken beginnen.


Mir gefallen da doch schon eher die hohen geruchsneutralen Disteln im Präriegarten.

Paris, Flohmarkt Puces de St. Ouen und Quartier Latin

Am Samstag Vormittag sind wir zuerst zum Flohmarkt am Porte de Clignancourt gefahren. Der Marché aux Puces de St. Ouen befindet sich einige hundert Meter weiter in der St. Ouen-Straße nach einer Brückenüberführung. Durch ein Eingangstor taucht man ein in eine Vielzahl kleiner Gassen mit festen barackenähnlichen Verkaufsständen/-häuschen mit im Allgemeinen hochwertiger Flohmarktware und Sammlerstücken aller Art bis hin zu Antiquitäten und Kunstobjekten.


Gegen Mittag sind wir mit der Metro bis zur Station Odeon gefahren und danach über den Place de la Sorbonne zum Jardin Luxembourg gelaufen. Der Jardin du Luxembourg ist ein früher königlicher, heute staatlicher Schlosspark im Pariser Quartier Latin (6. Arrondissement) mit einer Fläche von 26 Hektar. Die Anlage gehört zum Palais du Luxembourg, in dem der Senat tagt, die zweite Kammer des französischen Parlamentes.



Weiter ging es durch das Quartier Latin über die Pont des Arts zum Louvre. Das Quartier Latin (Lateinisches Viertel) ist das traditionelle Studentenviertel in Paris. Sein Name leitet sich von der Tatsache ab, dass die Studenten und Gelehrten der nahegelegenen Sorbonne dort über lange Zeit Latein sprachen.

Der Pont des Arts (dt.: Brücke der Künste) war die erste Eisenbrücke von Paris. Es handelt sich um eine über die Seine führende Fußgängerbrücke. Die 155 Meter lange und 9,80 Meter breite Brücke besteht aus 7 Bögen mit jeweils ca. 22 Metern Spannweite, die auf 6 Brückenpfeilern aus Stahlbeton ruhen, die mit Quadersteinen verkleidet sind. Der Brückenboden besteht aus in kleinen Abständen aneinandergelegten Balken aus hartem westafrikanischem Azobe-Holz. Heute ist es Brauch von Parisern und Touristen, ihre Liebe mit einem Schloss zu besiegeln (speziell am Valentinstag), das am Eisengitterzaun der Brücke befestigt wird. Der Schlüssel wird anschließend in die Seine geworfen. Die Stadt Paris lässt die Schlösser wegen der Masse allerdings in unregelmäßigen Abständen wieder entfernen.

Mit letzten Eindrücken von der Esplanade de la Libération und dem Hotel de Ville (Rathaus von Paris), sowie der Kathedrale Notre-Dame endet unsere Reise durch Paris. Es war eine sehr schöne, erlebnisreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken.