Stinkende Blüte

Gestern Abend kam meine Frau noch auf die Idee zum Berggarten zu fahren und die 1,90 Meter hohe blühende Titanenwurz Pflanze anzuschauen. Die Titanenwurz oder Titanwurz (Amorphophallus titanum) ist eine auf Sumatra heimische Pflanzenart, die zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) gehört. Sie bringt den größten unverzweigten Blütenstand im Pflanzenreich hervor.


Die bis 2 Meter hohe Blume sondert einen an den Urwald angepassten Aasgeruch ab und lockt damit Kurzflügler und Aaskäfer an, die für ihre Bestäubung sorgen. Der Blütenstand einer Titanenwurz zeigt sich zum ersten Mal in der Geschichte Herrenhausens. Das Naturschauspiel dauert nur zwei Tage, im Laufe des nächsten Tages wird die Blüte wohl schon zu welken beginnen.


Mir gefallen da doch schon eher die hohen geruchsneutralen Disteln im Präriegarten.

Paris, Flohmarkt Puces de St. Ouen und Quartier Latin

Am Samstag Vormittag sind wir zuerst zum Flohmarkt am Porte de Clignancourt gefahren. Der Marché aux Puces de St. Ouen befindet sich einige hundert Meter weiter in der St. Ouen-Straße nach einer Brückenüberführung. Durch ein Eingangstor taucht man ein in eine Vielzahl kleiner Gassen mit festen barackenähnlichen Verkaufsständen/-häuschen mit im Allgemeinen hochwertiger Flohmarktware und Sammlerstücken aller Art bis hin zu Antiquitäten und Kunstobjekten.


Gegen Mittag sind wir mit der Metro bis zur Station Odeon gefahren und danach über den Place de la Sorbonne zum Jardin Luxembourg gelaufen. Der Jardin du Luxembourg ist ein früher königlicher, heute staatlicher Schlosspark im Pariser Quartier Latin (6. Arrondissement) mit einer Fläche von 26 Hektar. Die Anlage gehört zum Palais du Luxembourg, in dem der Senat tagt, die zweite Kammer des französischen Parlamentes.



Weiter ging es durch das Quartier Latin über die Pont des Arts zum Louvre. Das Quartier Latin (Lateinisches Viertel) ist das traditionelle Studentenviertel in Paris. Sein Name leitet sich von der Tatsache ab, dass die Studenten und Gelehrten der nahegelegenen Sorbonne dort über lange Zeit Latein sprachen.

Der Pont des Arts (dt.: Brücke der Künste) war die erste Eisenbrücke von Paris. Es handelt sich um eine über die Seine führende Fußgängerbrücke. Die 155 Meter lange und 9,80 Meter breite Brücke besteht aus 7 Bögen mit jeweils ca. 22 Metern Spannweite, die auf 6 Brückenpfeilern aus Stahlbeton ruhen, die mit Quadersteinen verkleidet sind. Der Brückenboden besteht aus in kleinen Abständen aneinandergelegten Balken aus hartem westafrikanischem Azobe-Holz. Heute ist es Brauch von Parisern und Touristen, ihre Liebe mit einem Schloss zu besiegeln (speziell am Valentinstag), das am Eisengitterzaun der Brücke befestigt wird. Der Schlüssel wird anschließend in die Seine geworfen. Die Stadt Paris lässt die Schlösser wegen der Masse allerdings in unregelmäßigen Abständen wieder entfernen.

Mit letzten Eindrücken von der Esplanade de la Libération und dem Hotel de Ville (Rathaus von Paris), sowie der Kathedrale Notre-Dame endet unsere Reise durch Paris. Es war eine sehr schöne, erlebnisreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken.

Paris, Parc de la Villette und Madeleine

Am Freitag Vormittag sind wir mit der Metro bis zur Station Stalingrad gefahren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden am 10. Februar 1946 die Métrostation und der dazugehörige Platz zur Erinnerung an den Sieg der Roten Armee über die 6. deutsche Armee in der Schlacht von Stalingrad in „Stalingrad“ umbenannt.


Spaziergang entlang des Bassin de Villette bis zum Parc de la Villette und dem Centre Science. Das Bassin de la Villette ist das größte künstliche Gewässer von Paris. Früher Drehkreuz der Binnenschiffahrt ist es heute ein Naherholungsgebiet im 19. Arrondissement. Die Cité des sciences et de l'industrie (dt.: Stadt der Wissenschaften und der Industrie) dominiert den nördlichen Teil des Parc de la Villette im 19. Arrondissement von Paris. Sie ist Herzstück einer Einrichtung zum Zweck der Förderung der wissenschaftlichen und technischen Kultur: Mehr als ein Wissenschafts-, Technik- und Industriemuseum bildet sie eine eigene Stadt (Cité) und ist das größte populärwissenschaftliche Museum Europas. Gemeinsam mit der Cité de la musique und dem Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris bildet sie jeweils einen Eckpunkt im Parc de la Villette.



Vom Place de la Porte de Pantin sind wir mit der Tram Bahn bis zur Porte de Versailles und von dort mit der Metro zurück zum Hotel gefahren. Die Linie T3 der Pariser Straßenbahn war die erste neue Straßenbahnlinie, die innerhalb der französischen Hauptstadt verkehrt (13., 14. und 15. Arrondissement). Sie wurde 2006 in Betrieb genommen, im Dezember 2012 verlängert und verbindet in zwei Abschnitten auf einer Länge von 22,4 Kilometern die Stationen Pont du Garigliano im Südwesten und Porte de la Chapelle im Norden von Paris. Dabei liegt ihre Trasse auf den Boulevards des Maréchaux, eine Aneinanderreihung von Boulevards, die Paris an seinen Außengrenzen parallel zur Périphérique umgeben, weswegen sie auch als Tramway des Maréchaux bekannt ist.

Zum Abendessen waren wir im Flunch, einer günstigen Restaurant Kette mit Kantinen Charakter. Danach ging es mit der Metro zum Place de la Concorde. Im Durchgang der Metrostation Concorde spielte eine Jazzband. Zu der Metro Musik habe ich übrigens einen interessanten Artikel in der Berliner Zeitung PARIS SWINGT IM UNTERGRUND gefunden.


Zu Fuß ging es dann weiter zum Place Vendôme, der Pfarrkirche Madeleine, dem Amtssitz des Staatspräsidenten der Französischen Republik dem Élysée-Palast, bis zum Parc Monceau. Von dort sind wir mit der Metro 2 zurück bis zum Place de Clichy gefahren.